Doppellonge

Bei der Doppellonge handelt es sich die Kombination von zwei Leinen, die beim Longieren die Hinterhand begrenzen und das Pferd einrahmen.
 
Die Arbeit an der Doppellonge bietet dem Pferd nicht nur Abwechslung und hilft bei der Vorarbeit für bestimmte Lektionen, sie ist auch eine gute Möglichkeit zur Gymnastizierung ohne Reitergewicht. Je nach Pferd besteht die Möglichkeit, eventuelle Probleme zu lösen oder bestimmte Schwerpunkte zu trainieren.
 
Egal ob es darum geht, dem Tier die reiterlichen Hilfen verständlicher zu machen, Konzentration und Mitarbeit zu fördern oder sich Versammlung zu erarbeiten, das Einsatzgebiet ist groß.

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Gibt es spezielle Anforderungen die eine gute Doppellonge erfüllen muss?

Beim Kauf einer Doppellonge sollten Sie großen Wert auf das Material und die Länge legen. Normalerweise beträgt die Länge 16 bis 18 Meter.
 
Das Material sollte weder zu weich, noch zu hart sein und gut in der Hand liegen. Longen aus Baumwolle sind eine gute Wahl, wohingegen Modelle aus glattem Kunststoff leicht durch die Hand rutschen und schnell Blasen an den Fingern verursachen. Besonders wichtig ist auch, dass die Longe problemlos durch die Ringe an Zaum und Gurt gleiten kann.
 

Wie funktioniert das Arbeiten mit einer Doppellonge?

 
Das Arbeiten mit der Doppellonge kommt von der Funktionsweise sehr nahe an das Reiten heran. Die Longe wird beidhändig gehalten, ähnlich der Zügelführung wenn Sie im Sattel sitzen.
 
Die innere Leine verläuft dabei von der Trense oder dem Kappzaum zum Longiergurt, die äußere Leine wird ebenfalls am Gebissring verschnallt und anschließend entweder locker über den Rücken oder anstehend um die Hinterhand gelegt – je nachdem, welchen Zweck sie erfüllen soll.
 
Für geübte Longenführer sind neben gymnastizierender Arbeit und Dressurlektionen auch Handwechsel oder Cavalettitraining an der Doppellonge kein Problem.
 

Was ist der Unterschied zur einfachen Longe?

 
Anders als beim gewöhnlichen Longieren, lässt sich das Pferd mit der Doppellonge fast wie unter dem Sattel treiben, parieren, stellen und biegen. Es ist richtige Arbeit für das Pferd, nicht nur Bewegung wenn die Zeit zum Reiten fehlt.
 

Welche Verschnallungstechniken kommen zum Einsatz?

 
Am Anfang ist es ratsam, die Doppellonge in einen Kappzaum einzuschnallen. Ist das Pferd erst einmal daran gewöhnt, besteht später immer noch die Möglichkeit, auf eine Trense mit Gebiss umzusteigen.
 
Mithilfe verschiedener Verschnallungstechniken lässt sich das Training problemlos dem jeweiligen Ausbildungsstand des Pferdes anpassen. Tief verschnallt lässt sich das Pferd damit vorwärts-abwärts lösen, höher verschnallt an der Versammlung arbeiten.
 
Reiterin küsst Pferd

Welche Voraussetzungen müssen Reiter, Longenführer und Pferd mitbringen?

 
Longenführer und Pferd sollten vor der Einführung der Doppellonge bereits gut vertraut sein mit dem einfachen Longieren. Zudem ist es wichtig, dass sich das Pferd überall berühren lässt und Trense und Longiergurt gewöhnt ist.
 
Zusätzlich sollten auch leichte Paraden über die Longe, Stimmkommandos und die Unterstützung mit der Peitsche keine Neuheiten mehr sein. Die ersten Erfahrungen sollten Sie zudem unter Aufsicht eines kundigen Lehrers unternehmen und niemals alleine.
 

Ist die Doppellonge auch für Anfänger geeignet oder wie viel Übung sollte man beim Longieren haben?

 
Das Arbeiten mit der Doppellonge erfordert im Vergleich zum gewöhnlichen Longieren schon ein wenig Übung und ist nichts für Anfänger. Wenn Sie darüber nachdenken, diesen Gegenstand in Ihren Stall-Alltag einzuführen, sollten Sie und Ihr Pferd das einfache Longieren auf jeden Fall bereits sicher beherrschen.