Satteldecke

Was zeichnet eine gute Satteldecke aus und wo gibt es richtig gute Modelle zu kaufen? Diese Frage beschäftigt nicht wenige Reiter. Wir möchten in diesem Beitrag alle Fragen klären und auf gute Produkte verweisen.

Satteldecke kaufen

Was ist eine Satteldecke und welche Funktionen hat sie?

Eine normale Satteldecke ist in der Form eines Sattels geschnitten, um eine hohe Passgenauigkeit herzustellen und Druckstellen zu verhindern, die durch das Produkt selbst entstehen können. Dieser Gegenstand wurde schon von den Römern genutzt. Einerseits dient diese Decke zum Schutz des Sattels und andererseits zum Schutz des Pferdes.
 
Die wichtigste Funktion ist es, den Sattel vor Schweiß, Dreck und Staub zu schützen. Auch vor der Reibung, die durch die Pferdehaut entsteht, wird Ihr Pferdesattel geschützt. Damit die Decke nicht auf die Wirbelsäule drückt, muss sie in den Tunnel des Sattels so eingekammert werden, dass die empfindliche Wirbelsäule nicht berührt wird. Auf diese Weise wird auch eine gewisse Luftzirkulation unter dem Reitsattel gewährt.
 
Der Rücken eines Pferdes wird durch eine Satteldecke zusätzlich gepolstert. Besitzt ein Sattel kleinere Passungenauigkeiten, kann eine solche Decke eventuell das Problem ausgleichen. Statt einen Pferdesattel, der nicht optimal angepasst ist, mit einer Decke abzupolstern, sollte als besser Alternative der Sattler den Sitz Ihres guten Stückes perfektionieren.
 
Satteldecken dürfen im Winter ruhig dicker sein, die beschriebenen Funktionen müssen sie aber noch erfüllen können. Diese Decken sind meist abgesteppt in Rauten oder Quadraten und bestehen häufig aus einfachem Mischmaterial oder bunter Baumwolle. Es gibt sie mit viel, wenig oder gar keiner Polsterung. Verzierungen wie beispielsweise mit Strass kennzeichnen diese Sattelunterlage häufig. Die meisten Modelle können Sie recht günstig erwerben.
 
Pferd lustig

Welche Unterschiede gibt es zur Schabracke, Sattelpads oder Westernpads?

 
Um den Reitsport ausüben zu können, gibt es verschiedene Sattelunterlagen (Satteldecken, Schabracken, Westernpads und Sattelpads). Eine Schabracke wird in der Form eines Rechtecks zugeschnitten. In den meisten Fällen ist diese Sattelunterlage länger als der Pferdesattel.
 
Aufgrund dessen können beispielsweise Schriftzüge wie etwa der jeweilige Pferdename oder ein Sponsorenlogo, die der Sattel nicht verdeckt, angebracht werden. Schabracken werden oft bei Wanderritten und bei festlichen Anlässen verwendet. Momentan wird im Reitsport aus technischen und optischen Gründen diese Unterlage häufig vorgezogen.
 
Früher wurde sie fast ausschließlich auf Turnieren eingesetzt oder in der Barockreiterei genutzt. Diese Sattelunterlage wird aus historischer Sicht oft in üppiger Größe verwendet, mit verlängerten Enden, die herab spitz zulaufen. Hinsichtlich der Funktion gibt es bei bei der Satteldecke und der Schabracke keine Unterschiede. Nur die Formen beider Produkte unterscheiden sich voneinander, das eine ist sattelsynchron geformt und das andere rechteckig.
 
Das Sattelpad ist als Oberbegriff für vielfältige Sattelunterlagen anzusehen. Es wird beispielsweise als gepolstertes Pad, Rückenschoner oder ausgleichende Unterlage eingesetzt.
 
Westernreiter bevorzugen ein Westernpad, das den Bedürfnissen ihres Sattels und ihres Pferdes besser entspricht. Diese Pads sind außergewöhnlich gut gepolstert. Außerdem werden größere Bereiche des Pferderückens bedeckt. Der Grund für dieses spezielle Vorkommen ist, dass die Westernreitweise der Arbeit mit Pferden entlehnt ist. Der Arbeitsort des Reiters war quasi der Pferderücken. Die Voraussetzung für diese Strapazen ist ein sehr guter Schutz des Pferderückens. Das Westernpad besteht meist aus Filz oder Baumwolle und besitzt eine auffällige Musterung. Häufig befinden sich an der Gurtlage noch Lederverstärkungen.
 

Für wen lohnt sich eine Satteldecke und wann sollte man auf Alternativen ausweichen?

Wenn Sie eine Sattelunterlage suchen, die hauptsächlich Sattel und Pferd schützt, und auf Stickereien von einem Pferdenamen oder Brandzeichen keinen Wert legen, können Sie eine Satteldecke wählen. Brauchen Sie mehr Platz für Verzierungen, eignet sich eine Schabracke besser. Durch die große Fläche einer Schabracke erhalten Wanderreiter auch die Möglichkeit, Schlaufen oder Taschen zur Befestigung oder Unterbringung von Gepäckteilen festzumachen.
 
Bei Wanderritten vermeiden Sie so das Auftreten von Scheuerstellen am Rücken. Hat Ihr Pferd einen besonders empfindlichen Rücken, obwohl der Sattel passt, müssen Sie nicht unbedingt ein Sattelpad wählen, denn die Decke kann auch mit einem integrierten Lammfell oder Schockabsorbierer erworben werden.
 
Bei Bedürfnissen, die über die Funktionen einer Satteldecke herausreichen, sollte die Anschaffung eines Pads überdacht werden. Bei einem schweren Westernsattel sollten Sie auf ein spezielles Pad zurückgreifen.
 

Was gibt es bei Kauf zu beachten?

Es existieren unterschiedliche Formen, die eine starke Bezugnahme zum Hauptzweck besitzen. Dieses Produkt gibt es passend für Dressur-, Spring- und Vielseitigkeitssättel. Satteldecken für Barocksättel oder Gangpferdesättel verbreiten sich mittlerweile immer mehr. Diese Sattelunterlage wird aus unterschiedlichen Materialien hergestellt. Funktionelle Modelle, die entweder integriertes Lammfell besitzen oder durch einen zusätzlichen Schockabsorber gekennzeichnet werden, sind besonders beliebt. Der Vorteil ist, dass ein zusätzliches Pad überflüssig wird.

Auf den Seiten der Hersteller und im Reitsportfachhandel finden Sie Größentabellen, diese ermöglichen es Ihnen, die passende Größe auszuwählen, damit die Satteldecke die Funktionen erfüllen kann, für die sie hergestellt wurde. Für Sättel, die zwischen 17 und 18 Zoll groß sind, werden die meisten Decken hergestellt. Natürlich gibt es diese Sattelunterlagen mittlerweile auch für Minishettys und Kaltblüter.