Stallgamaschen

All die unterschiedlichen Gamaschen dienen dem Schutz der Pferdebeine und dem Wohl Ihres Tieres. In diesem Artikel möchten wir näher auf die Stallgamaschen eingehen. Diese werden ausschließlich in der Ruhephase vom Pferd getragen und daher meist über Nacht in der Box. 

Diese sorgen dafür, dass sich Ihr Pferd nicht aus Versehen selbst verletzen kann. Das kann schon beim Aufstehen oder sich drehen in der Box passieren. Bei beschlagenen Pferden kann es hierbei zu schlimmen Verletzungen kommen, die die Tiere durch ihre langen Beine oft gar nicht vermeiden können.
 
Dabei kommt es auch weniger auf das Größenverhältnis Pferd / Box an, sondern über den Bewegungsapparat des Pferdes. Auch für langwierige Sehnenerkrankungen oder chronische Sehnenschäden sind Stallgamaschen empfehlenswert.

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Bandagen oder Stallgamaschen?

Bandagen sind nicht so leicht anzubringen, passen sich bei richtiger Handhabung aber ideal ans Pferdebein an. Für Anfänger sind sie eher nicht geeignet, denn es kann schnell passieren, dass zu fest oder zu locker gewickelt wird. Bei zu festem Wickeln wird die Blutzufuhr des Beines teilweise unterbrochen und sorgt für ein Taubheitsgefühl und Schmerzen.

Wird die Bandage zu locker gewickelt, kann sie rutschen oder sich lösen. Das Pferd würde darauf treten, stolpern und sich und Sie als Reiter/in verletzen. Außerdem sieht es eher unschön aus, wenn Sie bei einer Dressurübung eine halbaufgewickelte Bandage hinter sich herziehen. Aber das ist nur ein Peinlichkeitseffekt, den man vermeiden könnte.

Bei Gamaschen sieht es schon anders aus: Sie sind leicht anzubringen und auch von fortgeschrittenen Reitern empfohlen. Die Stallgamaschen haben in der Regel eine ausreichende bis dickere Polsterung innen und meist 3 Klettverschlüsse, die teurere Variante sogar vier.

Diese gibt es auch als Satz zu kaufen, einen Satz für vorne und einen Satz für hinten. Die vorderen und hinteren Gamaschen schützen die Beine ihres Pferdes vom Karpalgelenk abwärts teilweise über den Kronrand hinaus, sie unterscheiden sich lediglich in ihrer Form und Anpassung.

Welches Material?

 
Wichtig ist, darauf zu achten, dass die Stallgamaschen atmungsaktiv sind. Sie werden ja über mehrere Stunden getragen und dürfen auf keinen Fall für Überhitzung am Bein sorgen. Das wäre kontraproduktiv zur Heilung und zum Schutz des Pferdebeins.
 
Ansonsten gibt es hier teilweise große Unterschiede: Wenn es „nur“ dem Schutz dienen soll, reichen herkömmliche Gamaschen mit atmungsaktiver Polsterung. Soll das Pferd mit Gamaschen auf das Paddock, ist darauf zu achten, dass das Material wasserabweisend ist, damit sich die Gamaschen nicht vollsaugen und ihr Liebling den ganzen Tag mit nassen Beinen steht. Auch das ist wieder eher schädlich als nützlich.
 
Zur Heilung einer Sehnenscheiden- oder anderen Erkrankung kann man dann noch zwischen Keramikgamaschen und Gamaschen mit herausnehmbaren Kissen unterscheiden. Die Keramikgamaschen speichern die Körperwärme und geben diese an das Pferdebein wieder zurück. Bei Gamaschen mit herausnehmbaren Kissen kann man Cold- oder Heat-Packs einstecken, je nachdem, ob Kälte oder Wärme gerade gut für Ihr Pferd ist.
 

Fazit

 
Es gibt immer Befürworter oder Gegner dieser Form des „Einpackens“ des Pferdes. Wichtig ist für Sie, zu wissen, was ihrem Pferd guttut, lassen Sie sich da von anderen nicht beirren.
 
Es gibt immer Pferde, die empfindlicher sind als andere, Pferde, die manchmal beim Aufstehen etwas“ tolpatschiger“ und/oder temperamentvoller sind und vor sich selbst geschützt werden müssen, oder einfach schon etwas älter und die Heilung nicht mehr so voranschreitet wie bei einem jüngeren Pferd.
 
Ganz sicher wird Ihr Tierarzt hierzu die richtige Empfehlung aussprechen und Sie unterstützen. Wir sind von den Stallgamaschen überzeugt.
 
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