Weidezelt

Ein Weidezelt, je nach Aussehen auch Lagerzelt oder Rundbogenhalle genannt, bietet Pferden und anderen Weidetieren die Möglichkeit sich unterzustellen. Wenn auf Ihrer Weide keine Sträucher und Bäume vorhanden sind, um natürlichen Schatten zu spenden, bietet sich diese Unterstellmöglichkeit als praktische Lösung für Ihre Tiere an.

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Was ist ein Weidezelt und wofür wird es genutzt?

Ein solches Weidezelt schützt die Pferde vor Regen, Wind und Sonne. Obwohl ein Sonnenschutz immer wichtiger wird, gibt es viele Pferdeweide, auf denen die Tiere der starken Sonne schutzlos ausgeliefert sind. Es ist wichtig zu wissen, dass Pferde auch einen Hitzeschlag oder einen Sonnenbrand erleiden können.

Da es Weidezelte mittlerweile in sehr vielen verschiedenen Spezifikationen und Größen gibt, lässt sich diese Unterstellmöglichkeit als mobile Alternative im Bezug auf Pferdeställe, die fest gebaut sind, beschreiben. Der Vorteil eines Zeltes auf der Pferdeweide ist, dass es bei Bedarf einfach abgebaut und einem anderen Ort wieder aufgebaut werden kann. Im Wesentlichen wird zwischen Rundbogenhalle und Lagerzelt unterschieden.
 
Aus diesem Grund ist es für Mieter oder Pächter von Grundstücken eine sehr gut geeignete Option. Wer nur eine Unterstellmöglichkeit für den Sommer braucht, muss nicht mehr unbedingt einen festen Unterstand bauen, sondern kann ein Zelt auf der Weide aufbauen.
 
Das mobile Zelt wird durch eine simple Konstruktion gekennzeichnet, dadurch lässt es sich schnell auf- oder abbauen. Beim Aufbau müssen nur Rahmen und Gestänge im Weideboden verankert und die Plane des mobilen Unterstands angebracht werden. Weidezelte haben grundsätzlich als fliegende Bauten äußerst gute Chancen ohne Genehmigung durchzukommen.
 
Rundbogenhalle

Welche Größe sollte die Rundbogenhalle haben?

Ein Weidezelt, also ein Lagerzelt oder eine Rundbogenhalle, sollten Sie nicht überstürzt kaufen. Sie müssen sich vorher genau überlegen, wie viele Pferde in diesem mobilen Unterstand Platz finden sollen. Neben der Anzahl der Tiere spielt natürlich die Rasse eine Rolle, denn es macht einen großen Unterschied, ob das Zelt beispielsweise für zwei Kaltblüter oder zwei kleine Ponys ausreichen soll.

Weidezelte existieren in unterschiedlichen Größen. Zwei Pferde von mittlerer Größe lassen sich optimal in der kleinsten Version unterbringen. Die Tiere haben hier genügend Bewegungsfreiheit und werden nicht zusammengepfercht, somit steht ausreichend Platz zur Verfügung, um als ein stressfreier Rückzugsort angesehen zu werden.
 
Dasselbe gilt für eine Unterbringung von vier Pferden, für die eine mittlere Variante erforderlich ist, oder von sechs Pferden, für die das größte Modell benötigt wird. Wer vor einem Kauf lieber genau nachrechnen möchte, kann die Formel benutzen, die auch für den Bau eines Pferdeunterstandes gilt. Soll die Mindestfläche ausgerechnet werden, ist es erforderlich, das Stockmaß der Pferde zu kennen.
 
Die Mindestfläche für ein Pferd wird errechnet, indem die Widerristhöhe eines Tieres mit sich selbst addiert (zum Quadrat nehmen) und das Ergebnis mit 2 multipliziert (2x) wird. Diese Rechnung soll nur eine Orientierungshilfe darstellen, es schadet natürlich nie, ein größeres Weidezelt zu nehmen als letztendlich erforderlich wäre. Die Mindestraumhöhe sollte zwischen 2,30 m und 2,70 m liegen, auch hier existiert eine Abhängigkeit vom Stockmaß der Tiere.
 
Wenn Sie eine mobile Unterbringungsmöglichkeit kaufen möchten, in der Pferde Platz finden sollen, deren Anzahl ungerade ist, stellt die Kategorie, die größer ist, die richtige Option dar. Wenn Sie beispielsweise drei Tiere besitzen, sollte ein Unterstand ausgewählt werden, der eine Kapazität für vier Tiere hat. Sollen sieben oder mehr Tiere untergebracht werden, reicht ein Pferdeunterstand nicht aus.
 

Zweiseitig-, dreiseitig geschlossen oder Panel – was eignet sich am besten für Ihre Pferde?

 
Für den perfekten Wetterschutz stehen unterschiedliche Ausführungen zur Verfügung. Ein Zelt, das an zwei Seiten geschlossen ist, stellt den Klassiker dar, der insbesondere als Sonnenschutz gut geeignet ist. Da die Tiere den mobilen Unterstand von zwei Seiten betreten können, besteht die Möglichkeit, sich bei Rangeleien perfekt ausweichen zu können. Durch die zwei Öffnungen haben aber Regen und Wind mehr Angriffsfläche.
 
Aus diesem Grund müssen Sie unbedingt die Wetterseite Ihrer Weide herausfinden, um das Lagerzelt oder die Rundbogenhalle so aufbauen zu können, dass die Pferde so gut wie möglich vor den Wetterbedingungen geschützt werden.
 
Ein Weidezelt, das an drei Seiten geschlossen ist, stellt eine Alternative dar. Hier erhalten Ihre Tiere einen noch bessren Schutz vor Wind und Regen. Diese Variante eignet sich auch besser, falls Stroh oder andere Materialien aufbewahrt werden sollen. Wird dieses Zelt zur Unterbringung von Pferden verwendet, muss die Seite, die offen ist, eine ausreichend große Öffnung besitzen, um beispielsweise die Verletzungsgefahr bei Rangeleien zu minimieren.
 
Wenn Sie lieber eine Variante möchten, aus der Sie schnell einen richtigen Stall herstellen können, falls beispielsweise eine Krankenbox benötigt wird, ist das Weidepanel die richtige Wahl. Diese Ausführung des Weidezelts kann außerdem mit einem zusätzlichen Windschutz ausgestattet werden. Gibt es in einer Region viel Wind oder sind besonders empfindliche Tiere vorhanden, kann ein Zelt mit dieser besonderen Ausstattung sehr hilfreich sein.
 

Die besondere Bedeutung der Bodenverankerung

 
Spezielle Lagerzelte oder Rundbogenhallen werden mit besonderen Systemen zur Bodenverankerung geliefert. Die Stabilität des Gerüsts zur Befestigung am Boden spielt eine wichtige Rolle. Da ein mobiles Zelt für die Weide kein Fundament besitzt, ist die Bedeutung der Bodenverankerung sehr groß. Wenn Sie die Sicherheit schätzen, können Erdanker als Zubehör bestellt werden, die bis zu 1 m lang sind.
 

Sind ein Lagerzelt und eine Rundbogenhalle Synonyme oder gibt es Unterschiede zum Weidezelt?

 
Rundbogenhallen stammen aus dem Agrarbaubereich und sind als landwirtschaftliche Hallen anzusehen. Es handelt sich meist um Planenhallen oder Folienhallen, die auch Rundhallen oder Leichtbauhallen genannt werden. Diese Hallen sind im Besitz einer Statik und für einen Ganzjahreseinsatz konzipiert.
 
Eine abgerundete Form sorgt dafür, dass die einwirkenden Kräfte gleichmäßig verteilt werden. Auch Rundbogenhallen lassen sich schnell aufstellen und ihre Nutzungsmöglichkeiten sind sehr vielseitig, da sie während des ganzen Jahres vor Sonne, Wind, Regen, Schnee und Hagel schützten.
 
In diesen Hallen können beispielsweise Maschinen oder Fahrzeuge untergestellt, Heu, Stroh oder Holz gelagert, Pferde oder Nutztiere untergebracht oder Werkstätt eingerichtet werden. Nur unter bestimmten Bedingungen brauchen Sie keine Baugenehmigung.
 
Lagerzelte werden auch als Zelthallen bezeichnet und im Baugewerbe, der Landwirtschaft und der Industrie oft als flexible Lösungen für den Schutz eingesetzt. Für eine vorübergehende Lagerung von Maschinen, Futter oder Material sind diese Zelte eine sichere und günstige Lösung. Werden Lagerzelte als langfristige Lösung aufgebaut, kann eine Baugenehmigung erforderlich werden.