Heutoy vs. Heunetz vs. Heuraufe

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Es gibt unterschiedliche Arten das Pferd zu füttern. Ein großer Bestandteil der Nahrung ist Heu. Doch auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten dieses zu verfüttern.
 
Das Heutoy ist hier eine ganz neue Möglichkeit mit dem die Pferde nicht nur Nahrung aufnehmen sondern gleichzeitig auch noch eine Art Spielzeug haben mit dem sie spielen können. So wird die Nahrungsbeschaffung eine kleine Herausforderung.
 
Dem gegenüber stehen die klassische Heuraufe sowie das Heunetz. Was die jeweiligen Vor- und Nachteile sind, möchten wir in diesem Artikel klären. Darüber hinaus zeigen wir Ihnen die besten Angebote.

Angebote im Überblick

Allgemeines zur Pferde-Fütterung

Das Verdauungssystem der Pferde ist so ausgelegt, dass sie ungefähr 16 Stunden am Tag mit dem Fressen von Raufutter, also Heu, Gras, Heulage etc. beschäftigt sein sollten. Dabei fressen sie von Natur aus kontinuierlich kleinere Mengen, anstatt viel auf einmal. So bleibt der Magen-Darm-Trakt beschäftigt.

In vielen Ställen ist des aber nicht die Realität. Um sowohl beim Futter als auch beim Personal Kosten zu sparen, werden die Pferde zweimal am Tag, morgens und abends, gefüttert. Das gilt aber natürlich nicht für alle Ställe.
 
Häufig ist bei der Umstellung auf eine 24h- oder 12h-Stundenfütterung das Problem, dass die Pferde gerade am Anfang nicht mehr aufhören zu fressen, da sie es nicht gewöhnt sind, dass das Futter bleibt. Das kann sehr schnell zu Übergewicht und Folgekrankheiten, wie Hufrehe führen. Aber auch Pferde, die aus Veranlagung zu schneller Gewichtszunahme neigen, haben ein Problem mit durchgehender Fütterung.
 
Um dies zu verhindern, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die im Folgenden näher beleuchtet werden: Das Heunetz, das Heutoy und die Heuraufe.
 
Heu Fütterung Pferd

Das Heunetz

Ein Heunetz ist ein sackförmiges Netz, welches meist oben mit einer Schnur zugezogen werden kann. Durch die Maschen können die Pferde nur wenig Heu oder Heulage auf einmal entnehmen, kommen aber trotzdem ohne Probleme an das Futter heran.
 
Heunetze gibt es sowohl engmaschig, als auch weitmaschig, je nachdem wie stark das Raufutter rationiert werden soll.

Das Heu wird in die Öffnung hineingefüllt und diese dann zugezogen. Dann wird es normalerweise auf Brusthöhe der Pferde aufgehängt.

Es gibt auch Heunetze, die man zusammen mit Heuraufen verwendet, um die Futteraufnahme zu kontrollieren. Kleine Heunetze nutzt man häufig beim Pferdetransport, um die Pferde im Anhänger zu beruhigen und zu beschäftigen.
 

Vor- und Nachteile

Für viele Pferdebesitzer ist es die einzige Möglichkeit, ihr Pferd bedarfsgerecht zu füttern. Denn es ist sichergestellt, dass nicht zu viel Heu vom Pferd gefressen wird und es ist gleichzeitig eine lange Fresszeit gewährleistet, sodass der Magen-Darm-Trakt gesund bleibt. Auch beim Fahren im Anhänger sorgt es gut für Beschäftigung und Beruhigung.
 
Durch die beschäftigende Aufnahme des Futters wird außerdem Verhaltensweisen wie Koppen entgegengewirkt, die meist aus Langeweile entstehen.
 
Einige Pferdeosteopathen und Tierärzte empfehlen Heunetze und Heutoys aufgrund der freiwilligen Gymnasitizierung des Halses. Die Halsbeweglichkeit soll dadurch gefördert werden.
 
Andere Osteopathen und Tierärzte sind jedoch gegenteiliger Meinung: wenn ein Heunetz nicht erforderlich ist, sollte man unbedingt darauf verzichten und bodennah füttern. Denn schon die Höhe ist für das Pferd ungesund. Die natürliche Nahrungsaufnahme geht vom Boden aus. Durch den erhobenen Kopf wird der Unterkiefer nach hinten geschoben. Der Unterkiefer muss durch Muskelkraft nach vorne geschoben werden, da sonst die Schneidezähne nicht übereinander stehen. Das kann Muskelverspannungen im Kieferbereich auslösen, die sich bis in die Schultermuskulatur ziehen können.
 
Bei sehr feuchtem Wetter kann es außerdem zu einem Nässestau kommen, wodurch das Heu anfängt zu schimmeln. Das passiert allerdings nur, wenn das Futter über lange Zeit bei Nässe im Netz bleibt. Fressen Pferde kontinuierlich daran, entsteht dies nicht.
 

Das Heutoy

 
Ein Heutoy funktioniert ähnlich, wie ein Heunetz. Es sieht aus, wie eine Art Eimer, in dem unten Löcher sind. Oben wird das Heu hineingefüllt und genau wie das Heunetz auch wird das Heutoy so aufgejängt, dass die Löcher auf Brusthöhe des Pferdes sind. Die Pferde ziehen das Heu aus den Löchern heraus.
 

Vor- und Nachteile

Die Löcher im Heutoy haben die gleiche Funktion, wie die Maschen im Netz: Sie sorgen dafür, dass nur wenig Heu auf einmal entnommen werden kann und die Pferde sich ihr Futter selbst erarbeiten müssen.
 
Auch hier wird durch die ähnliche Funktionsweise mit dem Heunetz dem Koppen entgegengewirkt.
 
Genau wie beim Heunetz gehen hier die Meinungen der Spezialisten auseinander: Viele sagen, es sei gesund für Muskulatur und Beweglichkeit, andere sind vom Gegenteil überzeugt. Eine allgemeingültige richtige Antwort auf diese Frage gibt es nicht.
 
Der große Vorteil eines Heutoys ist jedoch, dass es ein staubfreies Fressen ermöglicht. Durch die Löcher atmen die Pferde keinerlei Heustaub ein. Für Pferde mit einer Heustauballergie ist ein Heutoy also die perfekte Lösung.
 

Lohnt sich die Anschaffung eines Heutoys?

Hat das Pferd eine Heustauballergie, dann lautet die Antwort Ja.

Wenn nicht sollte man die auseinandergehenden Meinung zur Gesundheit beachten. Möchte man das Futter rationieren, kann man auch auf eine Raufe mit Netz oder Gitter zurückgreifen. Hat man ein Pferd, das sehr viel Raufutter braucht, sollte man auf ein Heutoy verzichten, da nicht genug Futter aufgenommen werden kann. In jedem Fall ist es aber auch ein tolles Spielzeug.

Was muss man beim Heutoy beachten?

Zu beachten gibt es sonst kaum etwas. Die Handhabung ist pflegeleicht und die Reinigung ist einfach. Allein den Fragen, die man sich vor der Anschaffung stellen muss, sollte man einen hohen Stellenwert geben.

Die Heuraufe

 
Heuraufen werden normalerweise zum Füttern von größeren Herden verwendet, es gibt sie aber auch in kleiner für Pferde in Boxenhaltung. Sie sind in verschiedenen Ausführungen zu finden.
 
Überdacht für Herden in Außenhaltung, ohne Dach, in klein für wenige oder einzeln stehende Pferde und auch in groß mit Platz für ca. 12 Pferde. Es gibt sie komplett offen oder mit Gitterstäben um die Aufnahme des Futters zu kontrollieren.
 

Vor- und Nachteile

Stehen die Pferde draußen, ist Raufenfütterung die ideale Alternative zur Bodenfütterung. Füttert man vom Boden, landet viel Heu im Matsch oder die Pferde nehmen viel Sand auf, wenn das Heu auf dem Boden zur Neige geht. Das kann zu gefährlichen Sandkoliken führen. Die Heuraufe verhindert dies. Stehen das Pferd in der Box, bleibt die Box sehr viel sauberer, als wie wenn das Heu auf dem Boden liegt.
 
Eine Heuraufe sorgt im Wesentlichen also dafür, dass das Heu nicht zertreten oder weggeweht wird.
 
Nutzt man Raufen mit eine Netz drüber, wird die übermäßige Aufnahme des Futters verhindert. Raufen sind leicht zu befüllen, das Heu wird von oben in die Raufe gefüllt und es wird durch den Luftaustausch gut belüftet und vor Schimmel geschützt.
 
Nachteile gibt es kaum welche. Allerdings muss man das Verletzungsrisiko beachten. An Gitterstäben scheuern sich manche Pferde die Wangen auf. Regelmäßige Kontrollen sind ebenfalls wichtig, da scharfe Kanten gefährlich sein können.