Muskelaufbau beim Pferd

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Der Muskelaufbau beim Pferd ist wichtig, damit das Pferd gesund und leistungsfähig bleibt. Wir zeigen Ihnen wie Sie dies sowohl mit der richtigen Fütterung als auch mit entsprechenden Übungen positiv beeinflussen können.

Muskulatur beim Pferd richtig aufbauen

Muskelaufbau Pferd
Bei Pferden, die geritten werden, ist es sehr wichtig die Muskulatur durch regelmäßige und gute Arbeit zu stärken. Pferde, die gut bemuskelt sind, lassen sich nicht nur einfacher reiten, sie sind auch leistungsstärker und belastbarer.
 
Beim Training werden die Muskeln, Knochen, Sehnen und Bänder der Pferde stark belastet. Je besser eine Muskulatur bei einem Pferd ausgebildet ist, desto besseren Schutz bietet sie auch in Phasen mit größeren Belastungen, wie zum Beispiel beim Trainieren von versammelnden Lektionen.
 
Sie sollten ein Pferd auf jeden Fall immer gut aufwärmen, wenn Sie mit dem täglichen Training beginnen. Genau wie beim Menschen braucht das Pferd einige Zeit um warm zu werden. Zehn bis 15 Minuten Schritt reiten am langen Zügel zu Beginn einer Trainingseinheit sind empfehlenswert.
 
Daraufhin sollten Sie Leichttraben und immer wieder Übergänge zum Schritt einbauen. Anschließend kann dann in die Arbeitsphase übergegangen werden. Aber auch hier sollten immer wieder kleine Schrittpausen eingebaut werden, um die Muskulatur des Pferdes nicht zu übersäuern. Wer diese Tipps beherzigt, der kann Verletzungen beim Pferd vorbeugen.
 

Hilfreiche Tipps um die Muskulatur des Pferdes zu fördern

Es gibt einiges was man tun kann, um die Muskulatur beim Pferd gut auszubilden. Wer wiederholt Übergänge von einer Grundgangart in die andere mit seinem Pferd reitet, wie zum Beispiel vom Schritt zum Galopp und vom Galopp zum Schritt, der fordert dabei die Hinterhand, da sich das Pferd zumindest beim Versammeln, bevor es wieder in den Schritt übergeht, vermehrt setzen muss und die Hinterhand dabei belastet.

Auch Übergänge innerhalb einer Gangart sind gut, um die Muskulatur des Pferdes zu fördern. Sehr anspruchsvoll ist es für das Pferd zum Beispiel, wenn der Reiter im versammelten Galopp ist und das Pferd für circa 10 Galoppsprünge in den Pirouetten Galopp zurückholt und dann wieder in den versammelten Galopp übergeht.

Auf jeder Hand kann der Reiter diese Übergänge einige Zirkelrunden reiten und anschließend eine Schrittpause einlegen, damit sich das Pferd und dessen Muskulatur wieder erholen kann. Eine weitere sehr gute Übung, um die Muskulatur zu fördern, bietet das Klettern mit dem Pferd im Gelände. Beim hoch- und runterreiten von Bergen im Schritt muss das Pferd ebenfalls vermehrt Last aufnehmen.

Das richtige Pferdefutter für den Muskelaufbau

Damit der Muskelaufbau beim Pferd auch über das Futter gefördert werden kann, sollte man unbedingt darauf achten, dass dieses reich an Kalzium und Magnesium ist. Dies beugt Krämpfen und Verspannungen vor und sorgt dafür, dass sich die Muskeln entspannen können.

Für den Aufbau der Muskeln ist natürlich der Hauptbaustein Eiweiß erforderlich, deshalb sollte auch auf ausreichende Zufuhr geachtet werden. Entscheidend ist nicht nur die Menge, sondern auch die Qualität.

Was Sie sonst noch tun können

Wenn Sie eine Führanlage haben, können Sie ihr Pferd dort täglich für eine halbe Stunde bis Stunde zusätzlich zum normalen Training Schritt gehen lassen, um vermehrt Muskulatur aufzubauen.

Pferde sind von Natur aus Bewegungstiere und von daher wirkt sich das zusätzliche Schritt gehen in der Führanlage auch positiv auf die Psyche des Pferdes aus. Auch können Sie das Pferd entsprechend füttern, um die Muskulatur zu beeinflussen. Pferde brauchen circa zwei Mal am Tag Hafer, welcher ihnen Kraft gibt um die tägliche Arbeit zu verrichten.

Als Zusatz kann man Reiskeimöl über die Portion Hafer geben. Dieses ist ebenfalls gut für den Muskelaufbau und fördert die Leistungsbereitschaft des Pferdes. Das Öl beinhaltet zudem natürliche Antioxidantien, die bewirken, dass Schadstoffe nicht in die Muskulatur gelangen.

Das aus Reiskleie gewonnene, geschmacksneutrale Öl beinhaltete ebenfalls Vitamin E, welches sich positiv auf die Sauerstoffversorgung in der Muskulatur des Pferdes auswirkt.