Westernpad

Das Westernpad ist, im Verhältnis zu anderen Auflagen, eine dickere Satteldecke, die als Polsterung atmungsaktiv und druckmindernd zwischen Sattel und Pferderücken aufgelegt wird.
 
An möglichen Scheuer- und Druckstellen durch den Sattel sind zusätzliche Lederstreifen aufgenäht. Das Pad gleicht kleinere Unebenheiten und Passfehler des Sattels aus und schützt ihn auch vor Schmutz, Feuchtigkeit und Schweiß.
 
Die spezielle Satteldecke wird vorwiegend beim Westernreiten genutzt und kommt ursprünglich aus Nordamerika. Da der Westernsattel keine eigene Polsterung hat, ist eine Decke zwischen dem empfindlichen Rücken des Pferdes und dem Sattel unbedingt erforderlich.
 
Die früheren Kuhhirten Amerikas verbrachten lange Zeiten auf den Rücken ihrer Pferde und mussten für eine schonende Verbindung zwischen Sattel und Pferdekörper sorgen.

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Die Materialien des Westernpads

Wenn Sie ein Westernpad nutzen, ist die Reitweise und Belastung des Pferdes maßgebend. Die Materialien sind sehr unterschiedlich, von Polyester, Satin, Filz, Samt oder Lammfell wird vieles angeboten. Dementsprechend gibt es beim Kauf erhebliche preisliche Unterschiede.
 
Für gelegentliches Reiten ist eine teure Anschaffung nicht nötig. Lammfelle bieten keinen Nährboden für Bakterien und Viren. Wichtig ist, dass es nicht zu einem Hitzestau unter dem Pad und Sattel kommt. Es sollte klimaregulierende Eigenschaften haben. Hier spielt die Jahreszeit und Dauer des Reitens eine wesentliche Rolle.
 
Nach der Form des Westernsattels ist auch das Pad ausgerichtet. Die üblichen Größen liegen etwa zwischen 81 x 86 Zentimeter. Je nach Pferdemaß auch kleiner oder größer.
 
Um eine individuelle Sattelunterlage zu ermöglichen, gibt es zusätzliche Erhöhungen sowohl im vorderen- als auch im hinteren Bereich. Einige Pads sind mit farblichen indianischen Mustern versehen und äußerlich individuell gestaltet, was aber keinen Einfluss auf die Nutzbarkeit hat.
 
Pferd mit Westernpad

Alternative zum Pad

 
Für kurze Ausritte bietet sich als Alternative zum Westernpad auch eine normale Satteldecke oder Schabracke an. Die Schabracken sind meist in rechteckiger Form geschnitten und relativ groß, wobei die normale Satteldecke etwas größer sein sollte als der Sattel selbst.
 
Bedenken Sie, dass Scheuerstellen dem Pferd Schmerzen bereiten und Unwilligkeit erzeugt. Der Sattel darf nicht am Widerrist aufliegen, sondern muss richtig platziert sein. Wenn Sie ein geübter Reiter sind, wird das Auflegen keine Probleme bereiten.
 
Das richtige Festziehen des Sattelgurtes, der weder zu stramm noch zu locker angezogen sein darf, verhindert Druckstellen.
 

Lebensdauer und Pflege des Westernpads

Der Pflege des Westernpads sollten Sie sich ebenfalls widmen. Je nach Nutzung hat es eine begrenzte Lebensdauer, sodass es ausgewechselt werden muss.

Nach dem Reiten am Besten an einem luftigen und trockenen Ort ablegen. Den Schweiß und Dreck abbürsten und anschließend waschen. Wenn Sie mit der Hand über das Pad streichen, spüren Sie Knubbel oder eingedrückte Stellen und es ist oft im Schulterbereich zusammengedrückt. Achten Sie darauf, dass es eine gleichmäßige  und ebene Fläche hat.

Andere Nutzung des Pads

Wollen Sie wie ein Indianer reiten, gibt es Bare Back Pads, die keinen Sattelbaum haben und nicht fixierbar sind. Sie benötigen allerdings eine Aufstiegshilfe, da die Steigbügel nicht genutzt werden.
 
Hierbei ist beim Reiten eine hautnahe Berührung mit dem Pferd spürbar und der erfahrene Reiter vermittelt durch geringen Druck seine Hilfen. Reiterfahrung, ein gutes Gleichgewichtsgefühl sind wichtig, daher für Anfänger nicht empfehlenswert.