Dressurstiefel

Speziell für das Dressurreiten benötigt man besondere Reitstiefel, die Dressurstiefel.
 
Was genau diese von „normalen“ Stiefeln unterscheidet, worauf man achten sollte und wo Sie tolle Exemplare bekannter und renommierter Hersteller finden, das erfahren Sie bei uns!

Dressurstiefel kaufen

Was sind Dressurstiefel und was unterscheidet sie von normalen Reitstiefeln?

Charakteristisch für einen Dressurstiefel ist besonders der an der Außenseite höher gehaltene Schaft, der sogenannte „Dressurbogen“.
 
Anders als beim Springstiefel, der oft aus besonders weichem Leder gefertigt wird, besteht das Dressurmodell aus dünnerem Leder an der Innenseite und festerem, weniger flexiblen Leder an der Außenseite. Hinzu kommt noch ein verstärkter Fersenbereich, der es dem Fuß erleichtern soll, tief gehalten zu werden.
 
Durch diese Kombination wird dem Reiter der korrekte Dressursitz mit langgezogenem Bein besser ermöglicht, ohne dass er auf den intensiven Kontakt zum Pferd verzichten muss.
 
Übrigens, was früher allein Springstiefeln vorbehalten war, hat inzwischen auch Einzug in die Dressurszene gehalten:
 
Reißverschlüsse und Schnürungen erleichtern nicht nur das An- und Ausziehen, farblich abgesetzt sehen sie zudem auch noch modisch aus.
 
Auch die Farbauswahl reicht mittlerweile längst über das klassische Schwarz hinaus. Gerade für den Heimgebrauch sind Dressurstiefel in Braun- und Cognac-Tönen im Moment sehr angesagt, doch auch im Turnierviereck wagen sich Reiter und Reiterinnen immer mehr an alternative Farben wie z. B. Dunkelblau oder an Modelle aus glänzendem Lack. Der Vielfalt sind so gut wie keine Grenzen gesetzt.
 
Dressurreiten

Was sind die Vor- und Nachteile?

 
Dressurstiefel platzieren den Unterschenkel stabil am Pferd und ermöglichen einen tiefen und korrekten Sitz.
 
Allerdings können sie durch die etwas eingeschränkte Bewegungsfreiheit auch als störrisch und vielleicht sogar unbequem empfunden werden.
 
Zudem kommt, dass hochwertige Markenstiefel gerne 400 Euro und mehr kosten können – je nach Leder und Ausstattung. Allerdings haben sie mit der richtigen Pflege auch ein langes Leben.

Wann sollte man sich Dressurstiefel anschaffen und für wen sind diese ungeeignet?

 
Dressurstiefel sollen wenig Beugung im Knie zulassen und das Bein lang machen. Diese Charakteristik machen Sie für Reitanfänger, die noch mit der Balance zu kämpfen haben, eher ungeeignet.
 
Auch wer nicht ausschließlich Dressur reitet und gerne mal den ein oder anderen Sprung wagt oder ins Gelände geht, ist wahrscheinlich mit Allroundstiefeln besser dran.
 
Wenn Sie jedoch Dressur in den höheren Klassen – vor allem natürlich auch im Turniersport – reiten möchten, werden Sie um die Anschaffung eines guten Dressurstiefels letztendlich nicht herumkommen.

Worauf sollte man beim Kauf und bei der Anwendung achten?

Das Wichtigste beim Kauf neuer Reitstiefel – egal, ob es sich dabei um Modelle für Dressur oder Springen handelt – ist an erster Stelle immer, dass man sich damit wohl fühlt. Grundvoraussetzung hierfür ist, dass er optimal passt.
 

Kleiner Tipp: Nehmen Sie Ihre Maße am besten abends. Da Füße und Waden zu dieser Tageszeit meistens etwas anschwellen, ersparen Sie sich so eventuell unschöne Überraschungen wenn Sie sich später mit Ihren neuen Reitstiefeln nach Feierabend in den Sattel schwingen wollen.

Der Wadenumfang sollte locker gemessen werden, im Idealfall mit Reithose und dazugehörigen Kniestrümpfen, wobei das Maßband nicht einschneiden darf.

Reitstiefel – vor allem härtere Dressurstiefel – setzen sich im Gebrauch immer um 1-2 cm (je nach Lederhärte und Knöchelfreitheit). Nach dem Eintragen sollte ein perfekt sitzender Stiefel direkt in der Kniekehle enden. Modelle mit eingebautem Reißverschluss setzen sich weniger, da sie um den Knöchel enger geschnitten sind, Modelle mit Reißverschluss dementsprechend mehr. Damit die Stiefel am Ende nicht zu kurz sind, sollten Sie deshalb diese 1cm bis 2 cm immer zu Ihrem gemessenen Maß hinzuaddieren.

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